Historische und aktuelle Bedeutung: Die Erstürmung der Nazi-Zentrale Berlin im April 1945

Durch den Kampf der Armeen der Staaten der Anti-Hitler-Koalition, allen voran der Roten Armee, und der anti-nazistischen Kräfte der Länder, die von den Nazis überfallen und besetzt worden waren, war die Nazi-Armee im April 1945 schon in großem Ausmaß zurückgedrängt und zerschlagen. Die Niederlage des Nazi-Regimes war absehbar.

Und dennoch: Gerade die Zentrale der Nazis, Berlin, wurde noch mit mehr als eine Million Wehrmachtsangehörigen, SS-Mördern und einem ausgehobenen sogenannten „Volkssturm“ massiv verteidigt. Es begann die entscheidende, zwei Wochen dauernde „Schlacht um Berlin“, eine Schlacht, die nur ein Ziel hatte: Die bedingungslose Kapitulation des Nazi-Staates. Die Schlacht um Berlin kostete noch über 80.000 Rotarmistinnen und Rotarmisten das Leben.

In dieser für den Krieg entscheidenden letzten großen Schlacht wurde so einiges besonders deutlich: Den zahlenmäßig schwachen Anti-Nazi-Kräften in Deutschland war es nicht gelungen, durch eigene Aktionen oder durch die Organisation von Widerstand die Rote Armee militärisch zu unterstützen, auch nicht in Berlin. In Berlin, der einstigen Hochburg der Kommunistischen Partei Deutschlands, musste die Zentrale der Nazis im Straßenkampf Stadtteil für Stadtteil, Haus für Haus erobert werden.

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