Rassistisches Nazi-Massaker an neun Menschen in Hanau am 19. Februar 2020: Selbstschutz gegen Nazi-Angriffe organisieren!

Am Abend des 19.2.2020 ermordete der Nazi-Mörder T. Rathjen neun Menschen in Hanau. Er griff mit einer automatischen Pistole, die er sich legal mit Hilfe eines Waffenscheins gekauft hatte und die auch die deutsche Polizei benutzt, zwei Shisha-Bars an und ermordete eiskalt und zum Teil durch gezielte Kopfschüsse Ferhat Ünvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar El Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kalojan Welkow, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu. Fünf Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Danach hat er laut Polizeiangaben seine Mutter erschossen und dann sich selbst.
Der Nazi-Mörder wählte die Shisha-Bars, die er zuvor ausgespäht hatte, deshalb als Ziel, weil er davon ausging, dass sich dort besonders viele Menschen befinden würden, die er in seiner deutsch-rassistischen „Herrenmenschen“-Ideologie als „undeutsch“ einstufte und deshalb ermordete. In einer Erklärung, die er auf seiner Homepage veröffentlichte, propagiert der Nazi-Mörder als Ziel die Vernichtung von Millionen Menschen dutzender Länder wie der Türkei, Syrien, Indien und auch Israel, sowie auch die Ermordung der Hälfte der Bevölkerung in Deutschland nach deutsch-rassistischen Kriterien.
Durch das Nazi-Massaker wurden nicht nur neun Menschen aus rassistischen Gründen brutal ermordet, sondern Millionen von Menschen mit Ermordung bedroht an den öffentlichen Plätzen, wo sie sich bis jetzt ziemlich sicher gefühlt haben. Das Nazi-Massaker sollte Angst, Lähmung und Entsetzen bei den von Rassismus Bedrohten in Deutschland auslösen. Es sollte das Gefühl erzeugt werden, dass man gegen solche brutalen Nazi-Massaker mit automatischen Schusswaffen eh nichts ausrichten könnte. Doch die Rechnung der Nazi-Mörder ist nicht aufgegangen und wird nicht aufgehen!

Flugblatt 1-2/2020  Zum download als PDF

Solidarität mit den Massenkämpfen gegen Ausbeutung und Unterdrückung in Chile!

In den letzten Monaten gab es in einer ganzen Reihe von Ländern breite
und vielfach militante Kämpfe mit Hunderttausenden, ja Millionen von Beteiligten. In besonderer Weise ragen die Kämpfe in Chile heraus: zum
einen wegen der massenhaften Teilnahme von bis zu 2 Millionen Menschen,zum anderen wegen der von der Mehrheit der Beteiligten unterstützten Militanz vor allem junger Kämpferinnen und Kämpfer. In diesen Massenkämpfen gegen die fortschreitende Verelendung und verschärfte Ausbeutung bricht sich auch die Wut gegen die Folgen der 1973 errichteten faschistischen Militärdiktatur unter Pinochet Bahn. Um die Kämpfe zu organisieren und zu koordinieren, entstanden Tausende Basis-Komitees. Diese führen auch immer mehr die Diskussion, wie eine Zukunft ohne reaktionäre Herrschaft und kapitalistische Ausbeutung aussehen und erkämpft werden könnte. Für uns gilt es, die begeisternden Kämpfe in Chile
zu propagieren, mit aller Kraft zu unterstützen und daraus zu lernen.

Flugblatt 12/2019  Zum download als PDF

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Wichtige Erfahrungen der sich entwickelnden proletarischen Bewegung ab dem „Sozialistengesetz“ 1878:

Aus dem praktischen Kampf der Arbeiterinnen und Arbeiter gegen Judenfeindschaft lernen!

Im Kontext sich verschärfender Klassenkämpfe im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde die revolutionäre Partei der proletarischen Klasse, die sich damals noch Sozialdemokratiche Partei Deutschlands nannte, im Kampf gegen Kapitalismus, Preußentum und deutschen Militarismus zusätzlich mit einer kaum zu überschätzenden Herausforderung konfrontiert: die von der herrschenden Klasse gerade auch gegen die proletarische Partei eingesetzte judenfeindliche Bewegung, die sich vor allem gegen die jüdische Bevölkerung richtete. Die vom Polizeiterror bedrohte proletarische Partei – und hier vor allem fortschrittliche Arbeiterinnen und Arbeiter – führte einen praktischen Kampf gegen die erstarkende judenfeindliche Bewegung, der wirklich vorbildlich war und heute weitgehend vergessen ist. Dabei ist aus dem damaligen Kampf gegen Judenfeindschaft sehr viel für heute zu lernen. Wie nötig das ist, zeigt einerseits die massive Zunahme der Judenfeindschaft in Deutschland heute in Verbindung mit zunehmendem Nationalismus und Rassismus, zum anderen die große Schwäche des Kampfes dagegen, insbesondere auch seitens der proletarischen Klasse.

Flugblatt 7-8/2019 zum Download als PDF

Anläßlich des Überfalls der türkischen Armee:

Solidarität mit der bewaffnet kämpfenden kurdischen Befreiungsbewegung in Rojava!

Am 9. Oktober überfiel die türkische Armee mit Kampfjets, Aufklärungsdrohnen und
Bodentruppen die kurdische Autonomieverwaltung Rojava. Rojava war dem reaktionären Regime der Türkei schon seit der Entstehung 2014 ein Dorn im Auge. Entstanden im bewaffneten Kampf gegen die faschistischen und konterrevolutionären
IS-Söldner war die „Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien“ erkämpft worden, die anfangs nur aus drei Gründungskantonen – Efrin, Kobane und Cizire – bestand, sich bis 2017 konsolidieren und beträchtlich ausweiten konnte. In Rojava wurde eine Art befreites Gebiet geschaffen mit einem radikal-demokratischen Programm, das sich zum Anziehungspunkt für demokratische und revolutionäre Kräfte weltweit, insbesondere für Aktivistinnen und Aktivisten innerhalb der Türkei entwickelt hat. Die Errungenschaften Rojavas insbesondere im Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen und für die Rechte der nationalen Minderheiten (Jesiden, syrisch-arabische Minderheit) sind ein leuchtendes Beispiel weit über die  Grenzen Nord-Syriens hinweg.

Flugblatt 11/2019  Zum download als PDF

Versuchtes Nazi-Massaker an Jüdinnen und Juden in der Synagoge in Halle am 9.10.2019!

Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung in Deutschland, die von Nazi-Massakern bedroht ist!

Am 9.10.2019 an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, versuchte der mit automatischen Waffen, Sprengkörpern und Brandsätzen bewaffnete Nazi Stephan Balliet in die nicht von der deutschen Polizei bewachte jüdische Synagoge in Halle  einzudringen und die dort anwesenden ca. 50 jüdischen Menschen zu ermorden. Sein geplantes Nazi-Massaker übertrug er live per Video übers Internet, so dass die Nazi-Bewegung ihn bewundern konnte. Nur durch Zufall und aufgrund der Tatsache, dass dieser Nazi-Mörder lediglich selbstgebaute Waffen benutzte, konnte er nicht in die Synagoge eindringen. Der Nazi erschoss dann vor der Synagoge eiskalt eine Frau, Jana L. aus Halle, die sich bei ihm wegen des Lärms durch einen gezündeten Sprengkörper beschwert hatte, sowie Kevin S. aus Merseburg, bei seinem Versuch in einem türkischen Schnellimbiss ein Massaker anzurichten. Auf seiner Flucht verletzte er dann zwei weitere Menschen durch Schüsse schwer.

Schon kurz nach dem versuchten Nazi-Massaker auf die Juden und Jüdinnen in der Synagoge in Halle und im türkischen Schnellimbiss setzte das altbekannte System von Verharmlosung und Vertuschung von Seiten der Polizei, der bürgerlichen Politiker und der bürgerlichen Medien ein. Aktuell wichtige Aufgaben aller Anti-Nazi-Kräfte in Deutschland sind deshalb die Aufklärung über das versuchte Nazi-Massaker, der Kampf gegen das System von Vertuschung und Verharmlosung von Nazi-Verbrechen und
der Nazi-Bewegung sowie breite Solidarität mit der von Nazimassakern bedrohten jüdischen Bevölkerung!

Flugblatt 10/2019  Zum download als PDF