
Archiv des Autors: Administrator
„Querfront, Querfront über alles“? Warum die „Querfront“-Ideologie grundfalsch ist
Wer kennt es nicht aus der politischen Arbeit: Hier und da muss ein
Zugeständnis gemacht werden, ein „kleiner Kompromiss“ muss geschlossen
werden. Es geht um einen Raum, eine Demoanmeldung oder
Ähnliches. Wer behauptet, dass es bei der politischen Arbeit ohne solche
kurzen Kontakte zu Feinden geht, der lügt sich in die Tasche. Und
dann? Der nächste Schritt? Und der übernächste Schritt? Geht es dann
von der kurzen Absprache zum „Bündnis“ und schließlich zur sogenannten
„Querfront“ über?
Das Problem heißt nichtin erster Linie Wehrpflicht, sondern: DEUTSCHER MILITARISMUS!
Seit einigen Wochen gibt es eine verstärkte Kampagne für die Wiedereinführung der Wehrpflicht für Jugendliche ab 18 Jahre. Beschlossen wurde schon eine Musterungspflicht mit dem Zusatz, dass aktuell Freiwillige gesucht werden. Und wenn das nicht ausreichen sollte, würde eben die Wehrpflicht komplett eingeführt. Der ganze Plan hat zu einer berechtigten Empörung gerade bei Jugendlichen in den Schulen geführt, die in vielen Städten in Deutschland gegen diese geplante Wehrpflicht Schulstreiks und Demonstrationen durchführen. Gleichzeitig tummelten sich bei solchen Aktionen auch üble Personen in linker Verkleidung, übernahmen teilweise organisatorische Aufgaben, hielten Reden und agitierten in eine ganz falsche Richtung.
Joker der judenfeindlichen Propaganda – Berufung auf Autoritäten statt Argumente: UNO, Hilfsorganisationen und Kronzeugen
Im Rahmen des wissenschaftlichen Kommunismus und ernster Wissenschaft überhaupt ist klar, dass Argumente, Beweise, gesicherte Fakten und Logik entscheidend sind und nicht, dass irgendwelche Autoritäten angerufen werden. Das gilt ganz besonders bei schwierigen Fragen: wenn der Schein trügt und nicht nach Ursachen geforscht wird, wenn im Kampf in antiwissenschaftlicher Weise immer massiver sich auf irgendwelche Autoritäten berufen wird, um die eigene falsche Position durchzudrücken.
75 Jahre „Charta der Heimatvertriebenen“: Friedrich Merz als aktuelles Sprachrohr des deutschen Revanchismus
Im Grunde nichts Neues, aber dann doch mit etwas verblüffender Pointe: Bundeskanzler Friedrich Merz lobt die „Charta der Heimatvertriebenen“ von 1950 in den höchsten Tönen, ein Grunddokument des deutschen Revanchismus. Was das für ein das Dokument ist, muss geklärt werden. Vorab: Es richtet sich direkt gegen das im August 1945 von den Alliierten der Anti-Hitler-Koalition beschlossene „Potsdamer Abkommen“. Dessen Hauptpunkte werden nach wie vor vom deutschen Imperialismus, seiner Politik und seiner Propaganda nicht anerkannt.
Friedrich Merz lässt es sich in seiner Rede nicht nehmen, die im „Potsdamer Abkommen“ beschlossene gerechte Umsiedlung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei, Polen und Ungarn nach Deutschland als angebliches Unrecht anzuprangern und dann auf das angebliche „Unrecht“ Israels im Gaza-Streifen zu kommen. Das passiert sicher nicht ganz zufällig zu einem Zeitpunkt, wo die Phrase von der „Solidarität mit Israel“ des deutschen Imperialismus sich nicht nur symbolisch in Luft auflöst.
Das, was bisher eher unterschwellig und nur ab und an offen behauptet wurde, das ist nun offiziell. Es ist eine altbekannte Melodie: „Die Deutschen wissen, was Vertreibung und Bombardierung ist. Das ist immer Unrecht und deswegen ist alles, was Israel in Gaza macht ebenso ein Unrecht, wie es die armen Deutschen 1945 erlebt haben.“
Wir kennen diese Melodie, sie gibt es seit 80 Jahren und wir kennen die Verfasser!
Zum Kampf gegen die Verschlechterung der Lebenslage in Frankreich
Polizei-Terror in Frankreich
Seit Wochen erschüttern gewaltige Demonstrationen und Aktionen von zehntausenden, ja hunderttausenden Menschen in Frankreich das Image eines politischen Systems, das durch verschärfte Ausbeutung, Unterdrückung, Lüge und Zynismus eine Provokation nach der andern startet. Ein Polizei-Terror ungeheuren Ausmaßes in der Tradition der mörderischen Polizei-Attacken auf die Proteste gegen den Algerien-Krieg in den 50er Jahren und gegen die sogenannten Maikämpfe 1968 begleiten die politischen und ideologischen Angriffe gegen die Protestbewegung, um diese zu desorientieren und zu zerschlagen. Worum geht es? Welche Resonanz haben diese Kämpfe hier in Deutschland? Wie und wo können wir verstärkt unsere Solidarität zum Ausdruck bringen?
Flugblatt 1/2 2019. Zum download als PDF
Novemberrevolution 1918/19, Bayerische Räterepublik 1919, bewaffnete Kämpfe gegen den Kapp-Putsch 1920
Zu den Massenmorden an revolutionären Kräften Hakenkreuz-Freikorps und sozialdemokratische Staatsmänner in einer Front
Fünf Jahre lang, von 1918 bis 1923, gab es in Deutschland immer wieder bewaffnete Kämpfe. Es galt, die proletarische Klasse in wichtigen Teilen zu bewaffnen und so die sozialistische Revolution voranzutreiben. Das war so während der Novemberrevolution 1918, den Januarkämpfen 1919, der Münchner Räterepublik 1919, die sich nur wenige Wochen halten konnte, und den bewaffneten Kämpfen im Ruhrgebiet 1920 (Rote Ruhrarmee gegen den Kapp-Putsch).
Nahezu alle diese Klassenkämpfe hatten eine Besonderheit: Das Bündnis zwischen Resten der Reichswehr mit ihren Freikorps, die schon damals die Hakenkreuz-Flagge gehisst hatten, und der nun sozialdemokratisch geführten Staatsmacht wurde im Kampf gegen die revolutionären Kräfte immer fester geschmiedet. Was heute kaum jemand weiß: in dieser Zeit wurden 15.000 bis 20.000 revolutionäre Arbeiterinnen und Arbeiter niedergemetzelt, ermordet.
Diese historische Wahrheit gilt es heute umso mehr zu betonen, da gerade diese konterrevolutionäre Sozialdemokratie in sich links gebenden Presseorganen als Rettung der Demokratie gegen links und rechts propagiert wird. Dabei werden die Verbrechen der sozialdemokratisch geführten Staatsmacht teils verschleiert, teils offen gerechtfertigt. Eine weitere Variante ist, den ganzen Umfang der Verbrechen zu verschweigen und mit allgemeinen Phrasen zu übergehen.
Flugblatt 11/12 2018. Zum download als PDF
Gegen deutschnationale Ignoranz und antikommunistische Geschichtsverfälschung:
Die Bedeutung der weltweiten Kämpfe in der Zeit um 1968
Ja, es gibt eine Art Erinnerungsrummel um die meist als „Studentenbewegung“ gekennzeichneten Kämpfe aus dem Jahre 1968. Nicht um eine selbstkritische Analyse geht es, sondern um eine Vertuschung, Diffamierung und Verfälschung der Geschichte dieser Kämpfe. Dabei wird 1968 zumeist durch die „deutsche Brille“ gesehen, als ginge es vor allem oder nur um die Ereignisse in Westberlin, Frankfurt oder Heidelberg. Ausgeblendet wird, dass damals Kämpfe in vielen anderen Ländern der Welt stattgefunden haben, und dies oft in einem weit größeren und zugespitzteren Ausmaß als hierzulande.
Flugblatt 10/2018. Zum download als PDF
Die Türkenfeindschaft bekämpfen!
Die Agitatoren der Ideologie des deutschen Nationalismus suchen sich alle paar Wochen, Monate und Jahre andere Zielgruppen für Hetze, Verleumdungen und Attacken aus. Mal geht’s mehr gegen Flüchtlinge, dann mehr gegen Griechen, dann wieder gegen Sinti und Roma usw. Aktuell sind es gerade mal wieder die in Deutschland lebenden Menschen, die selbst oder deren Eltern oder Großeltern aus der Türkei stammen.
Flugblatt 8/9 2018. Zum download als PDF
Mitten im Staatsapparat: Die Nazis und ihre Helfer
Die berechtigte Kritik an all den Ungeheuerlichkeiten des NSU-Prozesses, vor allem
an der Vertuschung der Zusammenarbeit von staatlichen Organen mit den NSU-Mördern
und an der Ausklammerung der Großzahl der Unterstützerinnen und Unterstützer
des angeblichen Mini-Trios wurde aus gutem Grund bei den Demonstrationen zum
Abschluss des Prozesses am 11.7.2018 verstärkt. Klar wurde auch, dass die Schlussfolgerung
nicht sein darf, Verstärkung oder Reform des Verfassungsschutzes und auch
nicht Verstärkung des Polizeiapparates überhaupt. Keinerlei Illusionen in diesen Staat,
so könnte all dies pointiert zusammengefasst werden.
