Im Rahmen des wissenschaftlichen Kommunismus und ernster Wissenschaft überhaupt ist klar, dass Argumente, Beweise, gesicherte Fakten und Logik entscheidend sind und nicht, dass irgendwelche Autoritäten angerufen werden. Das gilt ganz besonders bei schwierigen Fragen: wenn der Schein trügt und nicht nach Ursachen geforscht wird, wenn im Kampf in antiwissenschaftlicher Weise immer massiver sich auf irgendwelche Autoritäten berufen wird, um die eigene falsche Position durchzudrücken.
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75 Jahre „Charta der Heimatvertriebenen“: Friedrich Merz als aktuelles Sprachrohr des deutschen Revanchismus
Im Grunde nichts Neues, aber dann doch mit etwas verblüffender Pointe: Bundeskanzler Friedrich Merz lobt die „Charta der Heimatvertriebenen“ von 1950 in den höchsten Tönen, ein Grunddokument des deutschen Revanchismus. Was das für ein das Dokument ist, muss geklärt werden. Vorab: Es richtet sich direkt gegen das im August 1945 von den Alliierten der Anti-Hitler-Koalition beschlossene „Potsdamer Abkommen“. Dessen Hauptpunkte werden nach wie vor vom deutschen Imperialismus, seiner Politik und seiner Propaganda nicht anerkannt.
Friedrich Merz lässt es sich in seiner Rede nicht nehmen, die im „Potsdamer Abkommen“ beschlossene gerechte Umsiedlung der deutschen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei, Polen und Ungarn nach Deutschland als angebliches Unrecht anzuprangern und dann auf das angebliche „Unrecht“ Israels im Gaza-Streifen zu kommen. Das passiert sicher nicht ganz zufällig zu einem Zeitpunkt, wo die Phrase von der „Solidarität mit Israel“ des deutschen Imperialismus sich nicht nur symbolisch in Luft auflöst.
Das, was bisher eher unterschwellig und nur ab und an offen behauptet wurde, das ist nun offiziell. Es ist eine altbekannte Melodie: „Die Deutschen wissen, was Vertreibung und Bombardierung ist. Das ist immer Unrecht und deswegen ist alles, was Israel in Gaza macht ebenso ein Unrecht, wie es die armen Deutschen 1945 erlebt haben.“
Wir kennen diese Melodie, sie gibt es seit 80 Jahren und wir kennen die Verfasser!
Zum Kampf gegen die Verschlechterung der Lebenslage in Frankreich
Polizei-Terror in Frankreich
Seit Wochen erschüttern gewaltige Demonstrationen und Aktionen von zehntausenden, ja hunderttausenden Menschen in Frankreich das Image eines politischen Systems, das durch verschärfte Ausbeutung, Unterdrückung, Lüge und Zynismus eine Provokation nach der andern startet. Ein Polizei-Terror ungeheuren Ausmaßes in der Tradition der mörderischen Polizei-Attacken auf die Proteste gegen den Algerien-Krieg in den 50er Jahren und gegen die sogenannten Maikämpfe 1968 begleiten die politischen und ideologischen Angriffe gegen die Protestbewegung, um diese zu desorientieren und zu zerschlagen. Worum geht es? Welche Resonanz haben diese Kämpfe hier in Deutschland? Wie und wo können wir verstärkt unsere Solidarität zum Ausdruck bringen?
Flugblatt 1/2 2019. Zum download als PDF
Novemberrevolution 1918/19, Bayerische Räterepublik 1919, bewaffnete Kämpfe gegen den Kapp-Putsch 1920
Zu den Massenmorden an revolutionären Kräften Hakenkreuz-Freikorps und sozialdemokratische Staatsmänner in einer Front
Fünf Jahre lang, von 1918 bis 1923, gab es in Deutschland immer wieder bewaffnete Kämpfe. Es galt, die proletarische Klasse in wichtigen Teilen zu bewaffnen und so die sozialistische Revolution voranzutreiben. Das war so während der Novemberrevolution 1918, den Januarkämpfen 1919, der Münchner Räterepublik 1919, die sich nur wenige Wochen halten konnte, und den bewaffneten Kämpfen im Ruhrgebiet 1920 (Rote Ruhrarmee gegen den Kapp-Putsch).
Nahezu alle diese Klassenkämpfe hatten eine Besonderheit: Das Bündnis zwischen Resten der Reichswehr mit ihren Freikorps, die schon damals die Hakenkreuz-Flagge gehisst hatten, und der nun sozialdemokratisch geführten Staatsmacht wurde im Kampf gegen die revolutionären Kräfte immer fester geschmiedet. Was heute kaum jemand weiß: in dieser Zeit wurden 15.000 bis 20.000 revolutionäre Arbeiterinnen und Arbeiter niedergemetzelt, ermordet.
Diese historische Wahrheit gilt es heute umso mehr zu betonen, da gerade diese konterrevolutionäre Sozialdemokratie in sich links gebenden Presseorganen als Rettung der Demokratie gegen links und rechts propagiert wird. Dabei werden die Verbrechen der sozialdemokratisch geführten Staatsmacht teils verschleiert, teils offen gerechtfertigt. Eine weitere Variante ist, den ganzen Umfang der Verbrechen zu verschweigen und mit allgemeinen Phrasen zu übergehen.
Flugblatt 11/12 2018. Zum download als PDF
Gegen deutschnationale Ignoranz und antikommunistische Geschichtsverfälschung:
Die Bedeutung der weltweiten Kämpfe in der Zeit um 1968
Ja, es gibt eine Art Erinnerungsrummel um die meist als „Studentenbewegung“ gekennzeichneten Kämpfe aus dem Jahre 1968. Nicht um eine selbstkritische Analyse geht es, sondern um eine Vertuschung, Diffamierung und Verfälschung der Geschichte dieser Kämpfe. Dabei wird 1968 zumeist durch die „deutsche Brille“ gesehen, als ginge es vor allem oder nur um die Ereignisse in Westberlin, Frankfurt oder Heidelberg. Ausgeblendet wird, dass damals Kämpfe in vielen anderen Ländern der Welt stattgefunden haben, und dies oft in einem weit größeren und zugespitzteren Ausmaß als hierzulande.
Flugblatt 10/2018. Zum download als PDF
Die Türkenfeindschaft bekämpfen!
Die Agitatoren der Ideologie des deutschen Nationalismus suchen sich alle paar Wochen, Monate und Jahre andere Zielgruppen für Hetze, Verleumdungen und Attacken aus. Mal geht’s mehr gegen Flüchtlinge, dann mehr gegen Griechen, dann wieder gegen Sinti und Roma usw. Aktuell sind es gerade mal wieder die in Deutschland lebenden Menschen, die selbst oder deren Eltern oder Großeltern aus der Türkei stammen.
Flugblatt 8/9 2018. Zum download als PDF
Mitten im Staatsapparat: Die Nazis und ihre Helfer
Die berechtigte Kritik an all den Ungeheuerlichkeiten des NSU-Prozesses, vor allem
an der Vertuschung der Zusammenarbeit von staatlichen Organen mit den NSU-Mördern
und an der Ausklammerung der Großzahl der Unterstützerinnen und Unterstützer
des angeblichen Mini-Trios wurde aus gutem Grund bei den Demonstrationen zum
Abschluss des Prozesses am 11.7.2018 verstärkt. Klar wurde auch, dass die Schlussfolgerung
nicht sein darf, Verstärkung oder Reform des Verfassungsschutzes und auch
nicht Verstärkung des Polizeiapparates überhaupt. Keinerlei Illusionen in diesen Staat,
so könnte all dies pointiert zusammengefasst werden.
Flugblatt 6/7 2018. Zum download als PDF
Über die Notwendigkeit des Kampfs gegen Judenfeindschaft unter dem Deckmantel einer sogenannten „Israelkritik“
Für manche ist es kaum zu glauben: Die angebliche palästinensische
Befreiungsbewegung kämpft mit Hakenkreuzfahnen gegen die israelische Grenze,
die sie einreißen will. Was soll das mit linker Politik zu tun haben? Es ist
überdeutlich, dass jegliche Verteidigung von Kräften wie der Hamas nichts,
aber auch gar nichts mit demokratischer, revolutionärer oder gar kommunistischer
Politik zu tun hat. Es geht um eine Geschichte, die schon mit dem
Vernichtungskrieg reaktionärer arabischer Staaten 1948 gegen den nach der
Shoah gegründeten Staat Israel anfing.
Flugblatt 5/2018. Zum download als PDF
Die Realität des deutschen Imperialismus: Verstärkung der Faschisierung, Verstärkung des Militarismus
Ohne große Gegenwehr und weitab vom offiziellen politischen Geplänkel und von
Ablenkungsdebatten der Parteien des deutschen Imperialismus verschärfen sich
die imperialistische Politik nach außen und die politische Faschisierung nach innen.
Es macht keinen Sinn, über Koalitionsvertrag und Pseudo-Opposition von
Grünen und der Partei „Die Linke“ genauer zu berichten, da es lediglich darum
geht, von den entscheidenden Fragen abzulenken. Klarheit über die realen Verschärfungen nach außen und innen ist wichtig, um hierzulande – im engsten Bündnis
mit allen revolutionären Kräften weltweit – den Kampf für die Zerschlagung
und Vernichtung des deutschen Imperialismus in den nächsten Jahren und Jahrzehnten
voranbringen zu können.
Flugblatt 4/2018. Zum download als PDF
Zum Kampf gegen Unterdrückung, Diskriminierung und Ausbeutung der Frauen
Bei der Unterdrückung der Frauen handelt es sich um eine Unterdrückungsform,
die in allen Ausbeutergesellschaften bis heute existiert und sich weltweit
und in jedem Land in diesen oder jenen Formen gegen mindestens die Hälfte
der Bevölkerung richtet.
